Warning: gethostbyaddr(): Address is not a valid IPv4 or IPv6 address in /DISK3/WWW/bruenn.org/todesmarsch/weblog.php on line 44 Das Deutsche Brünn und sein Ende

Das deutsche Unternehmertum Brünns

Die Tucherzeugung in Brünn geht bis ins Mittelalter zurück. Als im 18. Jahrhundert die Probleme der Mechanisierung die Tucherzeugung veränderten, setzte das ein, was heutzutage vehement angegriffen wird: Staatliche Subventionierung.

Mit anderen Worten: Maria Theresia und später ihr Sohn Josef II. förderten die Errichtung von Tuchfabriken und Webereien in Brünn. Im 19. Jahrhundert wurde Brünn zum „Österreichischen Manchester“. Es waren Württemberger, die diese Entwicklung entscheidend beeinflußten, indem sie eine Textilindustrie schufen, die sich durch verbesserte Webstühle und erstklassige Tuchschermaschinen auszeichnete.

Parallel dazu entwickelte sich der Maschinenbau, besonders der Bau von Dampfmaschinen, die für die zunehmende Elektrizitätserzeugung gebraucht wurden. Aber auch der Bau von Eisenbahnwaggons sowie der Maschinenbedarf von Petroleumraffinerien wurde durch die Brünner Maschinenindustrie sichergestellt.

 

Auch heute noch stellt die jährliche Maschinenmesse in Brünn einen stark beachteten Anziehungspunkt dar.

Flankiert wurde diese Entwicklung durch Förderung von Gewerbe, Handel und Wirtschaft. Die zuständigen Kammern kümmerten sich um die Ausbildung des Nachwuchses ebenso wie um neue Existenzgründungen. Für die Deckung des großen Finanzbedarfes dieser stürmischen Industriezeit sorgte die „Erste Mährische Sparkasse“, ein Institut, dessen Gründung der erste deutsche Bürgermeister Brünns, Anton Ritter von Haberler 1852 initiierte.

Details der Fassade und der Deckenmalereien (mit maritimen Phantasien) im Palais Klein.
Franz Klein war Eisenfabrikant im Brünn des 19. Jahrhunderts

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